In Zusammenarbeit mit dem Ateneum Kunstmuseum in Finnland wurde ein System zur Kunstbetrachtung entwickelt und im Museum in Betrieb genommen.
23. März 2016
Dai Nippon Printing Co., Ltd. (Hauptsitz: Tokio, Präsident: Yoshitoshi Kitajima, Kapital: 114,4 Milliarden Yen, im Folgenden: DNP) hat bekannt gegeben, dass „atHome“, ein in Zusammenarbeit mit dem Finnischen Nationalen Kunstmuseum Ateneum entwickeltes digitales Content-System, im Museum eingeführt wurde und seit dem 19. März in Betrieb ist. Das System ermöglicht es den Besuchern, Aquarelle, Zeichnungen und andere Werke der in Finnland bekannten Malerin Helen Schjerfbeck mit Erläuterungen in vier Sprachen – Finnisch, Schwedisch, Englisch und Japanisch – zu betrachten und so vielfältige Perspektiven zu eröffnen. Papierarbeiten, die aufgrund der Materialempfindlichkeit und der damit verbundenen Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Kunstwerke bisher nur eingeschränkt ausgestellt werden konnten, werden durch dieses System nun einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
DNP kooperiert mit verschiedenen Museen, um das „DNP Museum Lab“ zu fördern. Dieses nutzt modernste Informationstechnologie und Bildverarbeitungskenntnisse, um vielfältige Kunst- und Kulturerlebnisse zu ermöglichen. Wir bieten verschiedene Betrachtungssysteme für Dauerausstellungen in Museen wie dem Louvre in Frankreich und dem Porzellanmuseum Sèvres sowie für Sonderausstellungen in Kunstmuseen in Japan an. Das System „atHome“ wurde im Rahmen dieser Initiative entwickelt.
[Überblick über das „at Home“-Sehsystem]
Das Online-Betrachtungssystem „at Home“ wurde gemeinsam von DNP und dem Ateneum Kunstmuseum entwickelt, das Werke für die Ausstellung „Helen Schjerfbeck: Der Blick der Seele“ zur Verfügung stellte. Es wurde von vielen Besuchern während der Wanderausstellung 2015/16 genutzt. Helen Schjerfbeck (1862–1946) ist eine Malerin, die in den letzten Jahren in Finnland und international für ihre Werke, die stets ihr Inneres reflektieren und ihren Malstil auf vielfältige Weise verändern, Aufmerksamkeit erregt hat. „at Home“ digitalisiert rund 100 Aquarelle, Zeichnungen und andere Papierarbeiten und ergänzt diese um Inhalte, die das Verständnis der Künstlerin und ihres Werks vertiefen. So bietet das System vielfältige Möglichkeiten, ihre Arbeiten aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Schjerfbecks künstlerisches Leben ist in Jugend, mittleres Alter und Spätwerk unterteilt, sodass die Besucher die Charakteristika jeder Schaffensperiode anhand ihrer Werke nachvollziehen können. Die Inhalte sind in vier Sprachen verfügbar: Finnisch, Schwedisch, Englisch und Japanisch.
[Zukünftige Entwicklungen]
DNP wird mit dem Ateneum Kunstmuseum zusammenarbeiten, das die pädagogische Wirksamkeit des Kunstbetrachtungssystems „zu Hause“ sehr schätzt, um finnisches Know-how im Bereich der Kunsterziehung zu nutzen und Workshop-Programme mit Tablet-Geräten zu entwickeln.
■ Über das DNP Museum Lab
DNP arbeitet weltweit mit Kunstgalerien und Museen zusammen, um das „DNP Museum Lab“ zu fördern. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung neuer Vermittlungsmethoden, um Menschen mit Kunst und Kultur in all ihren Facetten vertraut zu machen. Im „Louvre-DNP Museum Lab“, einem 2006 gestarteten Gemeinschaftsprojekt mit dem Louvre, haben wir verschiedene IT-gestützte Vermittlungssysteme entwickelt und uns für einen intensiveren Dialog zwischen Kunstwerken und Betrachtern eingesetzt. Die im Rahmen dieses Projekts entwickelten Systeme wurden schrittweise im Louvre eingeführt; aktuell sind sechs Systeme im Hauptgebäude in Paris und an anderen Standorten im Einsatz.
Im Juli 2015 starteten wir ein gemeinsames Projekt zur 3D-Digitalisierung von 55 wertvollen Erd- und Himmelsgloben der Französischen Nationalbibliothek (BnF) und zur Erweiterung der Betrachtungsmöglichkeiten. Im Februar 2016 eröffneten wir die Erlebnisausstellung „Globen und Himmelsgloben erleben“ im DNP Gotanda Gebäude (Tokio). Dort konnten Besucher die Globen zusammen mit 3D-Daten betrachten (erste Hälfte: 19. Februar – 22. Mai 2016, zweite Hälfte: 3. Juni – 4. September). Das hier entwickelte Betrachtungssystem soll auch in der BnF in Paris eingeführt werden.
Neben dem DNP Museum Lab betreibt das Museum auch die DNP Kyoto Uzumasa Cultural Heritage Gallery, die sich der Bewahrung und Weitergabe des kulturellen Erbes widmet. Die Galerie zeigt lebensgroße Repliken wichtiger Kulturgüter, die sich durch präzise Reproduktion und hohe Langlebigkeit auszeichnen, sowie 4K-Videoprogramme über Kyotos materielles und immaterielles Kulturerbe.
- DNP positioniert derzeit die Bereiche „Wissen und Kommunikation“, „Lebensmittel und Gesundheitswesen“, „Lifestyle und Mobilität“ sowie „Umwelt und Energie“ als Wachstumsbereiche für sein Geschäft und arbeitet daran, neue Werte zu schaffen, die zu mehr Komfort für die Verbraucher und einer gesteigerten Unternehmensleistung führen werden.
- Die in dieser Pressemitteilung genannten Produktpreise, Spezifikationen, Leistungsumfänge usw. entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Bitte beachten Sie, dass diese jederzeit und ohne Vorankündigung geändert werden können.